Bern
Wirtschafts- & Bewertungslandschaft
Wirtschaftsuebersicht
- BIP
- CHF 84.7B
- 11.6% of CH
- Unternehmen
- 56'800
- 99.4% SME
- Arbeitslosigkeit
- 1.8%
- 562'000 employed
- Medianlohn
- CHF 6'780
- /month
Uebersicht
Der Kanton Bern ist nach Fläche und Bevölkerung der zweitgrösste Kanton der Schweiz und nimmt als Sitz der Bundeshauptstadt eine einzigartige Stellung ein. Mit einem BIP von rund 85 Milliarden Franken trägt Bern etwa 12 Prozent zur nationalen Wirtschaftsleistung bei. Seine Wirtschaft verbindet die Stabilität einer grossen öffentlichen Arbeitgeberbasis mit einem diversifizierten Privatsektor, der Präzisionsfertigung, Gesundheitswesen, IT, Landwirtschaft und Tourismus umfasst.
Die Bundesverwaltung ist der grösste einzelne Arbeitgeber im Kanton, mit rund 38'000 Beamten in und um die Stadt Bern. Dies schafft ein substanzielles Ökosystem regierungsnaher Unternehmen: IT-Dienstleister, Beratungsfirmen, Anwaltskanzleien und Lobbyorganisationen, die der Bundesverwaltung zuarbeiten. Unternehmen wie Swisscom, SBB und Die Post haben ihren Hauptsitz in Bern und unterstreichen die Rolle der Stadt als Drehscheibe für staatsnahe Betriebe.
Jenseits des öffentlichen Sektors verfügt Bern über bemerkenswerte industrielle Stärken. Die Region Biel/Bienne ist ein Uhrenzentrum mit tiefen Wurzeln in der Präzisionsfertigung – Heimat der Swatch Group, der Rolex-Werkproduktion und zahlreicher Spezialzulieferer. Dieses industrielle Erbe hat sich zu breiteren Fähigkeiten in der Medizintechnik und fortgeschrittenen Fertigung entwickelt. Der Innovationspark sitem-insel, angrenzend an das Universitätsspital Inselspital, fördert translationale Medizin und Medtech-Startups.
Das Berner Oberland mit Destinationen wie Interlaken, Grindelwald und Gstaad ist eine der führenden Tourismusregionen der Schweiz. Tausende familiengeführte Hotels, Restaurants und Freizeitbetriebe bilden das Rückgrat dieses Sektors, wobei viele vor Nachfolgeherausforderungen stehen, da langjährige Inhaber ohne identifizierte Nachfolger in den Ruhestand treten.
Die Landwirtschaft ist für die Berner Wirtschaft wichtiger als für die meisten anderen Kantone: Das Emmental und das Seeland produzieren Milch, Getreide und Gemüse. Die Lebensmittelindustrie, darunter Unternehmen wie Emmi, schöpft nachgelagert Wertschöpfung.
Berns zweisprachiger Charakter – mit Deutsch und Französisch als Amtssprachen – bildet eine Brücke zwischen den Sprachregionen des Landes. Die Universität Bern und die Berner Fachhochschule liefern einen stetigen Strom an Absolventen, obwohl der Kanton eine gewisse Abwanderung nach Zürich und die Genferseeregion verzeichnet. Der Arbeitsmarkt ist mit 1,8 Prozent Arbeitslosigkeit angespannt, mit starker Nachfrage in Gesundheitswesen, IT und Ingenieurwesen. Die Steuersätze gehören zu den höchsten der Schweiz, was ein Wettbewerbsnachteil bei der Anziehung mobiler Firmensitze bleibt – die Lebensqualität und die zentrale Bahnanbindung des Kantons gleichen diese Belastung jedoch teilweise aus.
Wettbewerbsvorteile
- Der Bundeshauptstadtstatus sichert eine stabile Nachfrage nach IT, Beratung und professionellen Dienstleistungen seitens der Verwaltung
- Zweisprachiger Kanton (Deutsch/Französisch) mit einzigartiger Brückenfunktion zwischen den Sprachregionen, wertvoll für national tätige Firmen
- Etablierter Präzisionsfertigungs- und Uhrencluster in der Region Biel/Bienne mit tiefen Zuliefernetzwerken
- Erstklassige alpine Tourismusinfrastruktur im Berner Oberland mit ikonischer globaler Markenbekanntheit
- Starkes medizinisches Forschungsökosystem rund um das Inselspital und den Innovationspark sitem-insel
Steuerumfeld
- Effektiver Steuersatz
- 21.6%
- Rang unter 26 Kantonen
- #24/26
- Vermoegensteuer
- 3.06‰
Bern hat eine der höheren Unternehmenssteuerbelastungen der Schweiz, was seine Rolle als Bundeshauptstadt mit einer grossen öffentlichen Verwaltung widerspiegelt. Der Kanton hat die Sätze im Rahmen der STAF schrittweise gesenkt und Patentbox-Regelungen eingeführt, bleibt aber gegenüber Tiefsteuerkantonen wenig wettbewerbsfähig.
Branchenzusammensetzung
| Sektor | Firmen | Anteil |
|---|---|---|
| Öffentliche Verwaltung & Regierung | 1'200 | 2.1% |
| Gesundheitswesen & Sozialwesen | 5'800 | 10.2% |
| Präzisionsfertigung & Uhrenindustrie | 3'900 | 6.9% |
| Tourismus & Gastgewerbe | 5'200 | 9.2% |
| Informationstechnologie & Telekommunikation | 4'500 | 7.9% |
| Bau & Baudienstleistungen | 6'400 | 11.3% |
| Landwirtschaft & Lebensmittelproduktion | 7'800 | 13.7% |
| Energie & Versorgung | 820 | 1.4% |
Wichtige Arbeitgeber
Schweizerische Bundesverwaltung (Federal Administration)
Öffentliche Verwaltung
38'000 employees
Insel Gruppe (Inselspital)
Gesundheitswesen
11'500 employees
SBB (Swiss Federal Railways)
Transport & Logistik
8'200 employees
Swisscom
Telekommunikation
6'800 employees
Die Schweizerische Post
Post- & Logistikdienstleistungen
5'600 employees
CSL Behring
Pharmazeutik
2'800 employees
BKW Energie
Energie
4'200 employees
Emmi AG
Lebensmittel- & Milchverarbeitung
3'100 employees
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